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Eure Filippa


Die schönsten Sagen aus Wien

Kaum eine andere Stadt hat mit so vielen Sagen, Mythen und Legenden aufzuwarten wie Wien und einige Orte erinnern heute noch an die damaligen Ereignisse.
Überspitzt gesagt hat der Teufel im alten Wien beinahe an jeder Hausecke sein Unwesen getrieben und braven Bürgern unmoralische Angebote gemacht. Wenn man den Mythen glaubt, mussten die Wiener deswegen häufig nicht nur um ihre Seele bangen, sondern auch gegen Lindwürmer und Basilisken kämpfen. Auch beide Türkenbelagerungen führten zu vielen Sagen und geschichtsträchtigen Orten.

STOSS IM HIMMEL

Vor vielen Jahren lebte in Wien eine hochmütige, eitle Frau, die für nichts anderes Sinn hatte, als Luxus zu treiben und prunkvolle Gewänder zu tragen. Die besten und teuersten Stoffe mussten ihr vorgelegt werden, aus denen sie die aller schönsten auswählte, um sich daraus Kleider nach der neuesten Mode anfertigen zu lassen. Den ganzen Tag saß sie vor dem Spiegel, ließ den Haushalt von anderen besorgen und kümmerte sich um keine Kirche und keinen Gottesdienst. Ihr einziger Herzenswunsch war,
alle anderen Frauen an Putz
und äußerem Glanz zu übertreffen.
Einmal ging sie in höchstem Staat an einem Bild der Gottesmutter vorüber. Ihr grenzenloser Hochmut, der Gedanke, die Schönste zu sein, verführte sie zu den spöttischen Worten: "Du mit deinem einfachen Gewand kannst mir nicht einmal das Wasser reichen. Lass sehen, ob du imstande bist, dir so herrliche Kleider zu verschaffen, wie ich sie trage!"
Einen Moment lang schien es der gottlosen Frau, als wende die Heilige Jungfrau empört ihr Gesicht zur Seite, doch hielt sie es nur für eine Sinnestäuschung und schritt mit stolzem Lächeln weiter. Aber schon in der folgenden Nacht erreichte sie die Strafe des Himmels für ihren frevelnden Hochmut. Gegen Mitternacht klopfte ein später Gast an die Tür ihres Hauses. Verwundert erhob sie sich, um nachzusehen, wer mitten in der Nacht bei ihr vorspreche. Da stand, auf einen Stock gestützt, eine alte Bettlerin auf der Schwelle des Hauses. Entrüstet schimpfte die feine Dame über die Frechheit des lumpigen Bettelvolkes, dessen Zudringlichkeit selbst in der Nacht keine Grenzen kenne. Doch die Alte ließ sich nicht abweisen. Stolz hob sie ihren Stock wie ein Zepter empor und sprach mit der Würde einer Königin:
"Du eingebildetes Weib, du bist ja eine Bettlerin gegen mich! Was wollen die armseligen Lumpen besagen, die dort in den geöffneten Kästen aufgehäuft sind! Lass dir einmal meine Schätze zeigen! Ich komme, um dir ein kostbares Kleid anzubieten, wie es keine Königin jemals getragen hat."
"Unverschämte Lügnerin", rief die stolze Frau, „du willst Prachtgewänder besitzen und gehst in Lumpen gehüllt umher! Pack dich fort auf meinem Haus, sonst müsste ich die Hunde auf dich hetzen!"
Fortsetzung folgt

Gedichte -2





glück-ist-karte1




Wäre ich ein Engel

Wäre ich ein Engel, so gebe ich dir
von den Sternen das Licht,
bliebe in deiner Nähe und
du vermissest mich nicht.

Wäre ich ein Engel,
lagen Blumen auf allen deinen Wegen.
Die schönsten Sterne des Himmels
würde ich in deine Hände legen.
Wenn du Sorgen hast,
kleine, große und in Maßen
würde ich dir helfen
und dich niemals verlassen.

Wäre ich ein Engel,
kanntest du keine Klagen,
alle Schätze des Himmels
dann bei dir lagen.

Wäre ich ein Engel
würde ich nachts bei dir wachen
und morgens lies ich dann
die Sonne für dich lachen.

Wäre ich ein Engel,
würde ich mich wagen
dich behutsam
durch den Himmel zu tragen.
Dort gab es kein Leid,
Kummer und Schmerz;
liebevoll pflanzte ich dir dann,
die Botschaft der Liebe in dein Herz.



Du bist mir Wichtig

Ob Liebe, ob Freundschaft,
egal, was es ist,
wenn Du nur nicht vergisst,
wie wichtig du mir bist.

Egal, wie wir es nennen,
es ist gut, dass wir uns kennen.
Es soll uns im Leben,
nie etwas trennen.

Das wollte ich dir jetzt
und an allen Tagen,
immer wieder sagen.


Fantasieland

Fantasie kann man nicht beschreiben,
sie wir in den Träumen geboren,
in der Tiefe der Gedanken,
im Geheimen.

Jeder kann sich selbst
sein Fantasieland bauen,
mit viel Liebe und Vertrauen.
Mit Zauber, ohne Lärm und Wehr,
erfüllt sich dort jeder Wunsch,
wenn noch so schwer.

Auf den Flügel der Hoffnung
mit Sternen Gestickten Gewand,
schwebst du dann endlos,
durch dein eigen Fantasieland.
Dort zauberst du dir ein Schloss
in den Himmel empor
und aus deinen erfüllten Wünschen,
ein eigen Sonnentor.



Kinderaugen

Mit den Wolken fliegen
Die Welt rosarot sehen
Nach den Sternen greifen
Die Sterne bunt anmalen.

Alle Träume, sie gelingen
Alle zum lächeln bringen
Alles blüht
Alles lacht
Freude so groß
Frieden ohne Ende
Freigebige Hände.

Alles das kann geschehen,
Wenn wir mit den Augen
Eines Kindes sehen.


Erinnerungen

Sie liegt unter einem Akazienbaum;
die leichte Prise, der Windes Hauch
durchfliegt Akazienkrone,
wedelt ihrer Bluse dünnen Saum.
Ein Vöglein über ihr singt
Wehmut in ihr Herz dringt.

Große Wiese in feinem Grün
verzaubert ihren Sinn.
Zärtliche Gedanken
tragen sie wo ihre Träume sind,
wo der Himmel tief blau ist
und wo warm weht der Wind;
wo die Sonne groß ist, der Erde ganz nah,
wo alles so wunderschön ist,
wo alles so wunderbar.

Glücklich betrachtet sie die Akazienallee;
in ihren Herzen Heimweh.
Tiefe Erinnerungen malen ein Bild daraus;
und sehe, am Ende der Akazienallee
steht ihrer Jugend geliebtes Haus.



Morgensegen

Gesegnet bist du, wenn dich morgens
die ersten Sonnenstrahlen zart berühren,
wenn dich die Lebenslust,
heiter begrüßt
und du das Schöne um dich herum siehst.

Gesegnet bist du, wenn du morgens
den Sinn des Lebens neue entdeckst
und das Gute in dir für den Tag erweckst.

Gesegnet bist du, wenn du die ganze Welt
in den Tag willkommen heißt,
für einen Moment der Dankbarkeit
Inne weilst
und tagsüber deine Freuden
mit anderen teilst.



Ein Lächeln für Dich

Ich schenke dir mein Lächeln
von Herzen warm wie die Sonne;
ich schenke dir mein Lächeln
mit Liebe und Wonne.

Ich schenke dir mein Lächeln,
das Erdenklichste der Welt,
ein Lächeln,
das unsere Freundschaft
fest zusammen hält.

Mein Lächeln schenk ich dir,
ein Herzensgruß an dich von mir.







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Die Mondelfe
- Anke Junginger -

In der Ruhe und
Stille der Nacht
zu neuem Leben
erwacht.

Vertieft und ganz
bedacht umgeben
vom Sternenstaub
und Mondenschein
Träume ich
von einem Reich,
das fast versunken...

Meine Erinnerung
zeigt mir die Zeit,
als die Menschen
noch der Natur
geweiht.

Die Kraft der Gedanken
schenkt uns Leben
und sie allein
ist die Macht,
durch die
das Elfenreich
erwacht.

 
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