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Eure Filippa

Die schönsten Sagen aus Wien


Kaum eine andere Stadt hat mit so vielen Sagen, Mythen und Legenden aufzuwarten wie Wien und einige Orte erinnern heute noch an die damaligen Ereignisse.
Überspitzt gesagt hat der Teufel im alten Wien beinahe an jeder Hausecke sein Unwesen getrieben und braven Bürgern unmoralische Angebote gemacht. Wenn man den Mythen glaubt, mussten die Wiener deswegen häufig nicht nur um ihre Seele bangen, sondern auch gegen Lindwürmer und Basilisken kämpfen. Auch beide Türkenbelagerungen führten zu vielen Sagen und geschichtsträchtigen Orten.

DER STOCK IM EISEN
1. Bezirk Innere Stadt

Quelle: Wiener Sagen, herausgegeben von der Wiener Pädagogischen Gesellschaft, Wien 1922, (aus J. Gebhart, Österreichisches Sagenbuch, Pest 1863), Seite 5

Fortsetzung:

"Nicht doch," riefen die andern, "hast noch zwei Stunden Zeit, laß uns noch trinken und würfeln !" Und man trank und spielte; - da schlug es elf. "Ei, nun muß ich in die Kirche gehen," sagte sich erhebend, der Schlosser.
"Nicht doch," lärmten neuerdings die anderen, "hast noch eine Stunde Zeit; bis dahin laß uns würfeln und trinken !"
Und man trank und spielte; - da schlug es - zwölf ! Käseweiß stürzte jetzt der Schlosser der nahen Stephanskirche zu. O weh, da war es wie ausgekehrt. ein einziges altes Mütterlein sah er gehen; die fragte er: "Um Gott, liebe Frau, ist die letzte Messe schon aus ?"
"Letzte Messe ? Es ist ja schon eins vorbei !" erwiederte die betrügerische Hexe, ob es gleich erst zwölf war.
"O du mein himmlischer Vater, so hab ich meine Seele verloren !" jammerte der Schlosser, stürtzte verzweifelnd in den Weinkeller zurück, riß seine silbernen Knöpfe vom Rocke und schenkte sie seinen Kameraden zum warnenden Andenken.
Da stand das rote Männlein oben beim Eingange und rief herab: "Du versäume die Messe nicht ! Hörst du zwölfe läuten ?"
Da stieg der Schlosser wie wahnsinnig hinauf und das Männlein war größer als er. Und sie gingen mitsammen; und wie sie auf dem Stephansfreithof waren, schritt neben ihm ein blutroter Riese - und wie sie zur Kirchenpforte kamen, sagte der Priester am Altare: "Die Messe ist geendet !" - Da hatte der blutrote Riese kohlschwarze Hörner und Greifenklauen und faßte grimmig den Schlosser und flog mit ihm in die heulenden Lüfte.
Abends fand man den zerfleischten Körper auf dem Rabenstein liegen und das alte Mütterlein ging vorbei und sagte:
"ja, ja ! Vorgetan und nachbedacht, Hat manchem großes Leid gebracht !"

Mutter der Relativitätstheorie

Mileva Einstein-Maric

Mileva Maric (häufig auch Marity geschrieben) bzw.
Mileva Einstein-Maric, Studienkollegin,
wissenschaftliche Mitarbeiterin in seinen fruchtbarsten Jahren
und erste Ehefrau und Mutter beider Söhne Albert Einsteins,
wird zunehmend als Co-Autorin der Relativitätstheorie angesehen.


Während des Studiums hatte Albert Einstein seine
zukünftige Ehefrau, die drei Jahre ältere Serbin Mileva Maric
kennen und lieben gelernt Mileva Einstein-Maric wurde
am 19. Dezember 1875 geboren und starb am 4. August
1948 in Zürich. Nach einer sorglosen Kindheit
besuchte Mileva ab1882 die Volksschule in Ruma.
Durch die Förderung ihres Vaters, der frühzeitig Milevas
große Begabung erkannte, wechselte sie
1886 auf die Serbische Höhere Mädchenschule in Novi Sad.
Es folgte 1887 die Realschule und ab
1890 besuchte sie das königlich-serbische Gymnasium in Sabac.
Da die Familie 1891/92 nach Zagreb umzog, setzte sie ihre
Ausbildung am dortigen Königlichen Obergymnasium fort.

Um ihre Ausbildung zu vervollständigen,
besuchte sie ab 1894 die Höhere Töchterschule der Stadt
Zürich in der Schweiz. Mileva wollte Medizin studieren
und legte 1896 an der Eidgenössischen Medizinschule
in Bern ihre Maturitätsprüfung mit Erfolg ab.
Da zu dieser Zeit das Frauenstudium eher selten war,
und in Europa nur die Züricher Universität Frauen
zu Prüfungen zuließ, ging sie erneut nach Zürich
und schrieb sich an der Universität zum Medizinstudium ein.
Kurze Zeit später wechselte sie aber an die dortige
Eidgenössische polytechnische Schule
(ab 1911 Eidgenössische Technische Hochschule, ETH),
wo sie in die Abteilung VI A (Ausbildung von Mathematik-und
Physiklehrern)eintrat. In ihrem Jahrgang war sie die einzige
weibliche Studentin.
Einer ihrer Kommilitonen war Albert Einstein
(1879-1955).

Mileva, deren mathematisches- und physikalisches Interesse
sehr groß war, studierte von 1896-1901 mit kurzen
Unterbrechungen an der Eidgenössischen polytechnischen Schule.

Während der Studienzeit verliebten sich Mileva
und Albert Einstein.
1902 wurde ihre uneheliche Tochter, Lieserl, geboren.
1903 heirateten die beiden gegen den Willen
ihrer Familien in Bern.
1904 wurde ihr erster Sohn, Hans Albert, geboren,
1910 ihr zweiter Sohn, Eduard.

Immer wieder werden Stimmen laut, dass Mileva einen
großen Anteil an Einsteins Theorien aus dieser Zeit,
z.B. der speziellen Relativitätstheorie, hatte.

Einstein an Maric
___________________
"Wie glücklich bin ich, daß ich in Dir eine ebenbürtige
Kreatur gefunden habe, die gleich kräftig und selbständig
ist wie ich selbst! Außer mit Dir bin ich mit allen allein."

(Dok. 79, 3. Oktober 1900) "Wie stolz und glücklich werde ich sein, wenn wir beide
zusammen unsere Arbeit über die Relativbewegung siegreich
zu Ende geführt haben. Wenn ich so andre Leute sehe,
da kommt mirs so recht, was an Dir ist!"

(Dok. 94, 27. März 1901)

Quelle: Prof. Dr. Margarete Maurer - Universität Wien

Seit 1912 hat Einstein ein Verhältnis mit seiner Cousine
Elsa.
Einstein ist Mileva überdrüssig geworden,
jedoch nicht gewillt, die Initiative zu einem Bruch
zu ergreifen. Zur Fortsetzung der Ehe verpflichtet
er Mileva in einem Brief vom 18. Juli 1914 auf folgende
Regeln:

Regeln aufgestellt von Albert Einstein
für seine Ehefrau Mileva Maric:
__________________________________________
Du sorgst dafür dass meine Kleider und Wäsche ordentlich
im Stand gehalten werden. dass ich die drei Mahlzeiten
im Zimmer ordnungsgemäß vorgesetzt bekomme.
dass mein Schlaf- und Arbeitszimmer stets in guter Ordnung
gehalten sind, insbesondere dass der Schreibtisch
mir allein zur Verfügung steht.
Du verzichtest auf alle persönlichen Beziehungen zu mir,
soweit deren Aufrechterhaltung aus gesellschaftlichen
Gründen nicht unbedingt geboten ist.
Insbesondere verzichtest Du darauf dass ich zuhause
bei Dir sitze und dass ich zusammen mit Dir ausgehe
oder verreise.
Du verpflichtest Dich ausdrücklich, im Verkehr mit mir
folgende Punkte zu beachten:
Du hast weder Zärtlichkeiten von mir zu erwarten noch mir
irgendwelche Vorwürfe zu machen.
Du hast eine an mich gerichtete Rede sofort zu sistieren,
wenn ich darum ersuche.
Du hast mein Schlaf- bzw. Arbeitszimmer sofort ohne Widerrede
zu verlassen, wenn ich darum ersuche.
Du verpflichtest Dich, weder durch Worte noch durch Handlungen
mich in den Augen meiner Kinder herabzusetzen.

Mileva ging mit ihren Söhnen wieder zurück nach Zürich.
1919 wurde die Ehe zwischen Mileva und Albert geschieden.



Mileva lebte mit ihren Söhnen in Zürich in bescheidenen
Verhältnissen. Für das Jahr 1921 erhielt Albert Einstein
den Nobelpreis für Physik.
Wie er es versprochen hatte, erhielt Mileva das gesamte Geld
des Nobelpreises. Sie legte das Geld in Immobilien an.
Bedingt durch hohe Kosten, verursacht durch die Krankheit
ihres jüngsten Sohnes Eduard litt an einer Geisteskrankheit,
musste sie einen großen Teil der Immobilien aber wieder verkaufen

Die letzten Jahre lebte Mileva Maric allein und zurückgezogen.
Sie starb im August 1948 in Zürich.

Das Verhalten von Albert Einstein gegenüber seinen Frauen
war nicht sehr liebevoll und umgänglich.
Er verlangte absolute Unterordnung, verfasste seitenlange
Listen mit Ge- und Verboten für seine Angetrauten,
hatte Geliebte, konnte sich nach der Scheidung
von Mileva nicht entscheiden, ob er als nächste seine
Cousine Elsa oder deren Tochter Ilse heiraten sollte,
hatte Geliebte bis hin zu einer Sowjetspionin,
als er in Princeton, USA, forschte.

Der Beitrag Mileva Marics an der Relativitätstheorie
__________________________________________________
Der Beitrag Mileva Einstein-Marics an der Relativitätstheorie
wird erst seit Anfang der 1990er
in der breiten Öffentlichkeit diskutiert
(“The New Scientist”, “Physics Today”, “Die Zeit”,

“The Washington Post”, etc.). Die Hinweise auf einen wesentlichen
Anteil Einstein-Marics an der Relativitätstheorie sind inzwischen
vielzählig und gewichtig. Trotzdem sind die Wissenschaftshistoriker
in dieser Frage bis heute gespalten, denn ein nicht unbeachtlicher
Teil der Wissenschaftshistoriker bekämpft diese These weiterhin vehement.

Teilweise sind die dabei angeführten Contra-Argumente jedoch
nicht tragfähig oder für die Diskussion eigentlich irrelevant
(Pro-Argumente sollen “gefälscht sein” - was jedoch eindeutig
widerlegt wurde; Oder es wird behauptet,
es liege eine “feministische Voreingenommenheit” vor).

Laut den Pro-Argumenten für einen erheblichen Anteil
Mileva Einstein-Marics an Albert Einsteins Leistungen, soll,
und so sehen dies die Wissenschaftshistoriker auch
in zunehmendem Maße, Mileva Einstein-Marics
Unterstützung beileibe nicht nur emotionaler Natur gewesen
sein (welcher der junge Albert Einstein,
wie er später selbst zugab, damals noch sehr bedurfte,
und in der drei Jahre älteren Mileva auch fand), sondern
muß auch in wesentlichem Maße im Bereich der gemeinsamen
Theoriebildung und vor allem ihrer mathematischen
Darstellung und Überprüfung gelegen haben
(Einstein soll, wie er auch mehrfach selbst zugab,
ein relativ schlechter Mathematiker gewesen sein
- im Gegensatz zu Mileva Maric).
Die Hauptargumente, welche hierbei von Vertretern
der These von Maric als
“Mutter der Relativitätstheorie” genannt werden,
sind in Kürze wie folgt:

- der indikative Inhalt der Korrespondenz zwischen
Albert Einstein und Mileva Einstein-Maric -
die Aussagen von Zeitgenossen über Einstein-Marics
Hilfe bei der Formulierung der Relativitätstheorie -
die Aussagen Urheberschaft von Albert Einstein wunderten -
die Übergabe des Nobelpreis-Geldes an Mileva Einstein-Maric
entsprechend einer bereits vorher getroffenen Vereinbarung
im Scheidungsvertrag -
Einstein-Marics sehr hohe Fachmotivation, der starke Wunsch
nach dem Eindringen in Mathematik und Physik, für den
sie die Emigration ins Ausland auf sich nahm,
trotz der damals gängigen Vorurteile gegen das Frauenstudium
und gegen Naturwissenschaftlerinnen
und vor allem (von den Maric-Gegnern regelmäßig ignoriert
oder verschwiegen):

- die Aussage des russischen Physikers Abram F. Joffe
(einstiger Physik-Papst der UdSSR) in seinem Buch
“Erinnerungen an Albert Einstein”,
daß die drei epochemachenden Artikel Einsteins im Band XVII
der “Annalen der Physik” von 1905 im Original mit
"Einstein-Maric" gezeichnet waren.
Joffe hatte die Originale als Assistent von
Röntgen gesehen, der dem Kuratorium der “Annalen” angehörte,
welches die bei der Redaktion eingereichten Beiträge
zu begutachten hatte. Zu dieser Arbeit zog Röntgen seinen
Summa-cum-laude-Schüler Joffe bei,
der auf diese Weise die heute nicht mehr greifbaren
Manuskripte (sie sind angeblich spurlos verschwunden,
und waren zuletzt in den USA befindlich) zu Gesicht bekam.
Hier ein Zitat aus Joffes “Erinnerungen an Albert Einstein”:

[Englische Übersetzung:] 'For Physics, and especially
for the Physics of my generation
- that of Einstein's contemporaries, Einstein's entrance
into the arena of science is unforgettable.
In 1905, three articles appeared in the 'Annalen der Physik',
which began three very important branches of 20th Century
Physics. Those were the theory of Brownian movement,
the theory of the photoelectric effect and the theory
of relativity. The author of these articles -
an unknown person at that time,
was a bureaucrat at the Patent Office in Bern,
Einstein-Marity (Marity - the maiden name of his wife, ...).'[1]

[1] 1. A. F. Joffe (also: Ioffe),
"In Remembrance of Albert Einstein",
Uspekhi Fizicheskikh Nauk,
Volume 57, Number 2, (1955), p.
187. ?. ?. ??, ???
???????? ??????, ??? ??????? ?, . 57, 2,
(1955), . 187. Special thanks
to my wife, Kristina, for her assistance in the translation.
I initially found this reference in Pais' work of 1994,
and he credited Robert Schulmann with it,
but did not give a date.
I later discovered that Evan Harris Walker had cited it
in "Mileva Maric Relativistic Role",Physics Today,
Volume 44, Number 2, (1991), pp. 122-124,at 123.
Zitiert von: http://home.comcast.net/~xtxinc/mileva.htm

Links
__________
Encyclopedia4you: http://www.encyclopedia4u.com/m/mileva-maric.html

Der australische Sender ABC hat einen Dokumentarfilm zum Thema
produziert - mit dem Titel “Untold Stories:
Einstein´s Wife”. Der Film wurde auch vom
nordamerikanischen Wissenschaftssender PBS ausgestrahlt,
brach sämtliche Zuschauerrekorde des Fernsehkanals,
und wurde für den Emmy Award nominiert:

http://www.abc.net.au/tv/guide/netw/200404/highlights
/226004.htm
http://www.echo.net.au/archives/18_47/pdf/p07.pdf

PBS hat auch eine ausgezeichnete Webpräsentation zum Thema
erstellt: “PBS - Einstein´s wife”
http://www.pbs.org/opb/einsteinswife/

Heise-Telepolis-Artikel:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18196/1.html

ORF-Artikel über Mileva Maric-Einstein:
http://sciencev1.orf.at/sciencev1.orf.at/science/news/ 134550.html

EMMA-Artikel über die Mutter der Relativitätstheorie:
http://www.emma.de/05_3_mileva_einstein.html

Eine prägnante aber umfassende Zusammenfassung
der Einstein-Maric-Diskussion ist unter folgendem Link
zu finden:
http://kaneda.iguw.tuwien.ac.at
/~rli/Seiten/kooperat/maric1.htm
bzw. http://www.rli.at/Seiten/kooperat/maric1.htm

Weitere Literaturhinweise zum Thema:
http://kaneda.iguw.tuwien.ac.at
/~rli/Seiten/kooperat/maric4.htm
bzw.http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/REL?PPN=118688405

ORF-Artikel über Mileva Maric-Einstein:
http://sciencev1.orf.at
/sciencev1.orf.at/science/news/134550.html
________________________________________

Mileva Maric und die Relativitätstheorie
______________________________________

Mileva Maric und die Relativitätstheorie
Kaum jemand erinnert sich an jene Frau,
von der Albert Einstein br> einst behauptete, sie löse alle seine mathematischen Probleme:
Mileva Maric-Einstein. Ihrer Bedeutung geht die Historikerin
Natascha Vittorelli in einem Gastbeitrag nach.

Einsteins Frau
________________

Von Natascha Vittorelli

Mileva Maric wurde 1875 in der Vojvodina geboren.
Zu ihren Interessen zählte neben der Musik von klein auf
auch die Mathematik.
Als einzige Frau ihres Jahrgangs inskribiert sie 1896
Mathematik und Physik an der Zürcher Eidgenössischen
Polytechnischen Schule.

In der Einführungsvorlesung lernt Mileva Maric
Albert Einstein kennen;
er zeigt sich fasziniert von der Eleganz und Originalität,
mit der sie die gestellten mathematischen Aufgaben löst.
Sie beginnen gemeinsam zu lernen, zu lesen, zu arbeiten
und zu musizieren.

Mileva Marics (1875-1948) Beitrag zur Entwicklung
der Speziellen Relativitätstheorie
gilt als umstritten.
Mehr dazu bei Oregon Public Broadcasting

Wissenschaftliche Zusammenarbeit
___________________________________

Aus dem kollegialen Verhältnis entwickeln sich Liebesgefühle.
Mit Beginn einer Liebesbeziehung intensiviert sich auch
die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden.

Die Entscheidung für die Verbindung zu Albert Einstein
bedeutet für Mileva Maric das Zurückstellen eigener
Ambitionen.
Denn während Albert Einstein seine Diplomarbeit
und später auch
seine Dissertation einreicht, wird Mileva Maric ihr Studium
nie abschließen.

Lästige Mathematik
__________________

1902 tritt Albert Einstein eine Stelle am
"Eidgenössischen Amt
für geistiges Eigentum" in Bern an.
Die Arbeit am Patentamt lässt ihm genügend Freiraum
fürs Dissertieren - unterstützt wird er dabei von Mileva Maric.

Neben der Hausarbeit und der Erziehung der Söhne
Hans Albert und Eduard erledigt sie auch die
Albert Einstein lästigen mathematischen Probleme.

Die verschwundene Tochter Lieserl

____________________________________

1902 brachte Mileva Maric in der Vojvodina die
uneheliche Tochter
Lieserl zur Welt. Michele Zackheim begab sich auf
die Suche
nach der verschwundenen Tochter Albert Einsteins.
Mehr dazu bei www.einsteingalerie.de

1905 - "annus mirabilis"
_____________________

Das Jahr 1905 stellt den entscheidenden Wendepunkt in
Albert Einsteins Karriere dar: In der Leipziger Zeitschrift
"Annalen der Physik" werden fünf seiner Artikel
veröffentlicht
- darunter ein Text mit dem Titel
"Elektrodynamik bewegter Körper",
der erstmals eine Darstellung der Speziellen
Relativitätstheorie enthält.

Reaktionen aus dem Umfeld
______________________________

David Reichenstein, ein Freund Albert Einsteins,
zeigte sich über die Produktivität
Albert Einsteins verwundert: "Es ist merkwürdig,
wie fruchtbar eine so kurze Zeit seines Lebens war."

Und Hermann Minkowski, ehemaliger Professor
Albert Einsteins, meinte später: "Das ist für mich
eine große Überraschung gewesen,
denn Einstein war
ein großer Faulpelz, und für Mathematik interessierte
er sich überhaupt nicht."

Albert Einstein und die Mathematik
_____________________________________

Doch nicht nur am mangelnden Interesse dürfte
Albert Einsteins
Mathematik-Studium gescheitert sein.
Eigenen Angaben zufolge sei seine
"Intuition auf mathematischem
Gebiet nicht stark genug gewesen, um das fundamental
Wichtige, Grundlegende sicher vom Rest der mehr
oder weniger entbehrlichen Gelehrsamkeit zu unterscheiden."

Manuskripte verloren gegangen
________________________________

Die Originalmanuskripte der Arbeiten sind indessen
verloren gegangen. Wer, was und wie viel zur Entwicklung
der Relativitätstheorie, mit der das
"Jahrhundertgenie Einstein" weltberühmt werden sollte,
beigetragen hat, lässt sich nicht eruieren.

Fünfzig Jahre nach Veröffentlichung der
"Elektrodynamik bewegter Körper"
gab der Physiker Abraham Joffe an, die Originalschrift
des Artikels
1905 gesehen zu haben. Er hatte zu jener Zeit in der Redaktion
der Leipziger Zeitschrift gearbeitet: Der Artikel sei mit
A. Einstein-Marity unterzeichnet gewesen.
(Anm.: "Marity" ist die hungarisierte Schreibweise von "Maric").

Abraham Joffe hatte angenommen,
in der Schweiz sei es üblich, dass Ehemänner den Nachnamen
der Ehefrau als Doppelnamen annahmen.

Einstein-Manuskripte im WWW Die Hebrew University of Jerusalem ermöglicht den
online-Zugang zu Manuskripten aus den
Albert Einstein Archives. Albert Einstein Archives Online

Der Nobelpreis und das Preisgeld
_________________________________

1922 erhält Albert Einstein den Nobelpreis für
"Verdienste auf dem Gebiet
der theoretischen Physik".
Er fährt nach Zürich, um das Preisgeld mit Mileva Maric,
von der er sich getrennt hat, zu teilen.

Mileva Maric Biografin Desanka Ðuric-Trbuhovic wertete
das Vorgehen
Albert Einsteins als symbolische Anerkennung für
die Arbeit seiner Ex-Frau.
Das Geld sei keine finanzielle Entschädigung angesichts
spärlich eintreffender Unterhaltszahlungen für
die beiden gemeinsamen Söhne gewesen,
sondern hätte Mileva Maric persönlich gegolten.

Öffentliche Anerkennung ausgeblieben

Während Albert Einstein die wissenschaftliche Leistung
Mileva Marics gegenüber Bekannten, Freunden und Verwandten
sehr wohl formuliert hatte,
blieb ihr öffentliche Anerkennung Zeit ihres Lebens verwehrt.

Über die Autorin
Natascha Vittorelli ist Historikerin, war DOC-Stipendiatin
(2001-2004) und lehrt an der Universität Wien.
Im Rahmen ihrer Dissertation forscht sie zur
Geschichtsschreibung von Frauenbewegungen.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Filippa( filippaaon.at ), 27.12.2012 um 11:16 (UTC):
Thank you very much.

best regards
Filippa



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Feierabend

Über reifen Ähren liegt
Stiller, goldner Abendschein.
Eine junge Mutter wiegt
Sacht ihr Kind und singt es ein.

Letzter heller Sensenklang
Zittert übers Feld hinaus,
Und der Schnitter ruht am Hang
Feiernd bei den Seinen aus.

Sein gebräuntes Angesicht
Leuchtet über seinem Sohn;
Doch er stört den Schläfer nicht,
Und die Hütte wartet schon.

Leichter Herdrauch steigt und weht
Über Wipfel her.
Nicht fern
Winkt das Dach.
Und drüber steht
Friedefromm der Abendstern.
(Falke)

 
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