Filippa Grusskarten und Mehr
  Gedichte-4
 
Gedichte-4


 


 

 

 

 


 


Warum hast du mich verlassen

 

Ich sehe Dich an,
berühre Deine Stirn,
und fühle wie kalt du bist.
Deine Augen sind versteckt,
D eine Lippen fest zusammengepresst.
Keinen Laut von Dir, Du mich hören lässt.
Ich streichle Dein Haar und Dein Gesicht,
beides beleuchtet von Kerzenlicht.
Du bist so kalt, Du bist so fahl,
Trauer und Tränen sind überall.   

Du lächelst mich nicht an,
so wie sonst Du früher getan.
Zusammenkrümmt sich alles in mir,
durchbohrt ist mein Herz;
mein Geist, meine Gedanken,
sie sind weg;
geblieben ist nur ein Etwas,
ein Nichts,
ein Bündel voller Schmerz.   

 

   Ich schüttle dich leicht,
um Dich aufzuwecken,
Du bewegst Dich aber nicht.
Ich umarme Dich, du antwortest nicht.
Ich weine, Du siehst es nicht.
Meine Tränen fallen auf Dein Gesicht,
du merkst es nicht.
Du hörst meine Wehklagen nicht. 
Du bist so ruhig, Du bist so still,
wo ich mit Dir sprechen will.
So warst Du nie zu mir,
Du hast Dich immer gefreut,
wenn ich sprach zu Dir.

Ein trüber Schatten hat Dich
von mir wegetragen, weit weg,
Du hörst und siehst mich dort nicht
auch die Sonne scheint nicht mehr für Dich.
Und ich stehe hier und weine bitterlich.
Das Du nicht mehr bist,
kann ich es nicht fassen
und frage Dich nur eines:
Papa, warum hast Du mich verlassen?

Du antwortest mir nicht,
nur leise weht der Wind
und neben Dir steht und weint,
in Schwarz verhüllt,
Dein über alles geliebtes Kind.  

 

 


Ilusion

 

Die Wirklichkeit
habe ich vernebelt,
sie tat mir zu sehr weh.
und ich erkenne,
wonach ich mich
sooft ersehne.

Ich erkenne euch,
euch, die mich geboren,
mich so sehr geliebt.

Sanft greift ihr nach mir
und nehmt mich
in eure Hände. 
Jetzt wünsche ich mir bloß, 
ihr lässt mich nie mehr los.

 

 


Danke Mama

 

Danke Mama für alles,
was du für mich gemacht.
Tag und Nacht hast du
über mich gewacht.

In deinem Leibe hast du mich getragen,
alle meine Sinne in deinem Blute lagen.
Mit deinem Blut hast du mich ernährt,
du hast mich das Leben und lieben gelehrt.

All deine Liebe gabst du mir.
Mama, danke dafür!

 

 


Sternenzauber

 

Das Dunkel der Nacht
senkt sich hernieder;
langsam verstummen
der Vögel Lieder.

Ich stehe am Fenster,
um die Sterne zu seh`n –
sie funkeln am Himmel
so rein, so schön.

Da bitte ich die Sterne
ganz leise und sacht:
Passt auf, auf die Menschen,
gebt auf sie Acht.

Beschützt alle,
die seufzen und ertragen Weh´n
und dennoch aufrecht
durch das Leben geh´n.
Helft bitte auch denen,
welche zweifeln für sich,
den richtigen Weg zu seh´n.



 
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