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Eure Filippa


Die schönsten Sagen
aus Wien

Kaum eine andere Stadt hat mit so vielen Sagen, Mythen und Legenden aufzuwarten wie Wien und einige Orte erinnern heute noch an die damaligen Ereignisse.
Überspitzt gesagt hat der Teufel im alten Wien beinahe an jeder Hausecke sein Unwesen getrieben und braven Bürgern unmoralische Angebote gemacht. Wenn man den Mythen glaubt, mussten die Wiener deswegen häufig nicht nur um ihre Seele bangen, sondern auch gegen Lindwürmer und Basilisken kämpfen. Auch beide Türkenbelagerungen führten zu vielen Sagen und geschichtsträchtigen Orten.

Maria mit der Art
Fortsetzung

Sie wurde durch die Sternberge in den Brauofen geworfen und sprang ohne Makel heraus. Dem Ortsrichter misslang das Zerhacken mit einem Beil daher erhielt die Statue den Beinamen Maria mit der Art. Der Ortsrichter starb nach seiner Verwandlung in eine kohlschwarze Gestalt, und Andreas von Sternberg wurde seiner Sinne beraubt. Der Kultgegenstandwurde sodann in einen Teich geworfen, aber während der Nacht durch Engelshände herausgezogen. Als er auf eine Brücke gestellt wurde, führten ihn die Protestanten wieder weg und warfen ihn in ein Holzgewölbe. Noch zweimal blieb die Statue im Feuer, in das sie geworfen wurde, unversehrt und sprang aus demselben. Wieder sperrte man sie in ein Holzgewölbe. Zur Strafe wurde nun gleich seinem älteren Bruder auch Graf Ferdinand Sternberg irrsinnig und ermordete seine Mutter. Vor seiner Hinrichtung erkannte er seinen Frevel und bereute ihn.
Fortsetzung folgt

Gedichte-4



gedicht-bild1




Warum hast du mich verlassen

Ich sehe dich an,
berühre deine Stirn,
und fühle wie kalt du bist.
Deine Augen sind verborgen,
deine Lippen fest zusammengepresst,
keinen einzigen Ton von dir,
du mich hören lässt.
Ich streichle über dein Haar,
über dein ganzes Gesicht,
das beleuchtet ist von Kerzenlicht.
Du bist so kalt, du bist so fahl,
Trauer und Tränen sind überall.

Du lächelst mich nicht an,
wie sonst du immer getan.
Zusammen krümmt sich alles in mir,
durchbohrt ist mein Herz;
meine Seele, meine Gedanken,
sie sind weg;
geblieben ist nur ein Etwas,
ein Nichts,
ein Bündel voller Schmerz.

Leicht rüttle ich dich,
um dich aufzuwecken,
du bewegst dich aber nicht.
Ich umarme dich, du merkst es nicht.
Ich weine, du siehst es nicht.
Meine Tränen fallen auf dein Gesicht,
du spürst sie nicht.
Du hörst all meine Wehklagen nicht.
Du bist so ruhig, so still,
obwohl ich mit dir sprechen will.
So warst du nie zu mir,
du hast dich immer gefreut,
wenn ich kam zu dir.

Ein dunkler Schatten hat dich
von mir weggeführt, weit weg.
Du hörst und siehst mich dort nicht.
Die Sonne scheint nicht mehr für Dich,
und ich stehe neben dir
und weine bitterlich.
Das du nicht mehr bist,
kann ich es nicht fassen
und frage dich nur noch eines:
Papa, warum hast Du mich verlassen?

Du antwortest mir nicht,
nur leise weht der Wind
und neben dir steht und weint,
in Schwarz verhüllt,
dein über alles geliebtes Kind.

Schlaf schön, Papa.



Tränen aus Blut

Mein Herz weint leise
Tränen aus Blut.
Meine Traurigkeit sind
Tränen aus Blut.

Tiefe Trauer hat
meine Selle bedeckt
mit einem Schleier,
der Tränen aus Blut.

Du bist nicht mehr,
Mama.



Ilusion

Die Wirklichkeit
habe ich vernebelt,
sie tat mir zu sehr weh.
und ich erkenne,
wonach ich mich
Tag und Nacht ersehne.

Ich erkenne euch,
euch, die mich geboren,
mich so sehr geliebt.

Sanft greift ihr nach mir, und nehmt meine Hände. Jetzt wünsche ich mir bloß, ihr lässt mich nie mehr los.




Danke Mama

Danke Mama für alles,
was du für mich gemacht.
Tag und Nacht hast du
über mich gewacht.

In deinem Leibe hast du mich getragen,
alle meine Sinne in deinem Blute lagen.
Mit deinem Blut hast du mich ernährt,
du hast mich das Leben und lieben gelehrt.

All deine Liebe gabst du mir.
Mama, danke dafür!




Sternenzauber

Das Dunkel der Nacht
senkt sich hernieder;
langsam verstummen
der Vögel Lieder.

Ich stehe am Fenster,
um die Sterne zu seh`n –
sie funkeln am Himmel
so rein, so schön.

Da bitte ich die Sterne
ganz leise und sacht:
Passt auf, auf die Menschen,
gebt auf sie Acht.

Beschützt alle,
die seufzen und ertragen Weh´n
und dennoch aufrecht
durch das Leben geh´n.
Helft bitte auch denen,
welche zweifeln für sich,
den richtigen Weg zu seh´n.








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Herbstelfe

Süß und fröhlich,
hüpft sie herum
um dürren Bäume, die etwas müde und lind.
Ihr Röckchen aus
fast schon ganz
zerbröckelten Blättern
wedelt leicht
im kalten Wind.
Da fragt sie sich,
warum ist
so kalt der Wind
und wohin die Blätter
von den Bäumen
geblieben sind?
 
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